Zur Auftragsvorlage. Die Vorlage nannte als Input „Logo-/Branding-Dateien, Farbvorlagen, Schrift = <…>, Website-URL" – diese Felder waren unausgefüllt, es wurden keine Dateien hochgeladen. Statt zu raten, wurden die tatsächlich existierenden, öffentlich zugänglichen Assets direkt von der bekannten Website (www.fliesen-witte.de, siehe Dossier Schritt 1) heruntergeladen und technisch analysiert: das Logo (zwei Varianten), die Theme-Farbwerte im Seiten-Quelltext und die tatsächlich geladene Typografie. Alle Farbwerte in diesem Dokument sind damit belegt aus echten Pixeldaten bzw. CSS-Variablen, nicht geschätzt. Fehlende Angaben (z. B. offizielle Markenrichtlinien, definierte Schriftlizenz) sind als Annahme markiert.
Corporate Identity
Markenkern
Interpretation Der Markenkern von Fliesen Witte ist die Verbindung von handwerklicher Meisterschaft und persönlicher Verlässlichkeit in einem eng begrenzten, vertrauten Umfeld. Nicht Größe oder Vielfalt sind das Versprechen, sondern die Garantie, dass eine Person mit nachgewiesener Qualifikation die Arbeit selbst verantwortet.
Purpose
Absicht – Formulierungsvorschlag „Wir sorgen dafür, dass Menschen im Sauerland ihrem Zuhause vertrauen können – von der Fliese bis zur fertigen Fläche." Kein Zitat des Unternehmens, sondern Vorschlag zur Bestätigung (konsistent mit Markennarrativ, Schritt 4, Abschnitt 2).
Mission
belegt Übernommen aus Markennarrativ, Schritt 4: „Wir verlegen Fliesen und Naturstein im Sauerland mit meisterlicher Sorgfalt, beraten unsere Kunden persönlich vor Ort und geben unser Handwerk aktiv an die nächste Generation weiter." Weiterhin ungeprüfter Entwurf, keine bestätigte Unternehmensaussage.
Vision
belegt Übernommen aus Markennarrativ, Schritt 4: „Fliesen Witte soll als verlässlicher Fliesenfachbetrieb im Schmallenberger Sauerland bekannt und über die Ausbildung neuer Fachkräfte langfristig tragfähig bleiben." Ausdrücklich unsicher, da Nachfolgefrage ungeklärt ist (siehe Szenarien, Schritt 6).
Werte
- Interpretation Handwerkliche Sorgfalt (aus Meisterbetrieb-Status)
- belegt Verantwortung für Nachwuchs (aktive, erfolgreiche Ausbildungstätigkeit)
- Interpretation Regionale Verbundenheit statt Expansion
- Interpretation Zurückhaltung/Understatement in der Selbstdarstellung
Markenpersönlichkeit / Archetypen
Interpretation Primärer Markenarchetyp: der Schöpfer/Handwerker – schafft mit Können etwas Bleibendes, misst sich an der Qualität des Ergebnisses, nicht an Marketing. Sekundärer Archetyp: der Fürsorger – nimmt dem Kunden die Angst vor Fehlentscheidungen ab, begleitet persönlich (deckt sich mit dem im Avatar, Schritt 5, identifizierten Kontrollbedürfnis und Vertrauen-über-Nähe-Muster). Bewusst nicht passend: „Herrscher" (kein Marktführungsanspruch) oder „Entdecker" (kein Innovationsversprechen) – beide würden dem realen, bescheidenen Auftritt widersprechen.
Markenversprechen
Absicht – Formulierungsvorschlag „Eine Person, ein Wort, ein Ergebnis, das hält." Löst direkt die im Avatar (Schritt 5) identifizierten Haupteinwände: Unklarheit über Zuständigkeit, Angst vor gebrochenen Zusagen, Angst vor mangelnder Haltbarkeit.
Positionierung
Interpretation Fliesen Witte positioniert sich – ob bewusst oder unbewusst – als der persönliche, inhabergeführte Gegenpol zu den größeren GmbH-Wettbewerbern im selben Postleitzahlengebiet (Dossier, Abschnitt 6). Die Differenzierung liegt nicht in Größe oder Sortimentsbreite, sondern in direkter Erreichbarkeit des Meisters selbst.
Zielgruppe
belegt Kernsegment gemäß Avatar (Schritt 5): private Bauherren und Renovierer im Einzugsgebiet Schmallenberg/Bad Fredeburg, in der Regel 45–70 Jahre, Eigenheimbesitzer, empfehlungsgetriebenes und vertrauensbasiertes Entscheidungsverhalten, geringe Digitalaffinität.
Brand Voice
Interpretation Direkt, nüchtern, unaufgeregt. Kurze Sätze statt Werbesprache. Aussagen, die man auch am Telefon so sagen würde. Keine Superlative („Deutschlands bester…"), stattdessen konkrete, überprüfbare Aussagen (z. B. der Kammerwettbewerbserfolg statt allgemeiner Qualitätsversprechen).
Corporate Design
Grundverständnis
belegt Es existiert kein dokumentiertes, eigenständiges Corporate-Design-System. Die visuelle Erscheinung ergibt sich aus einem Standard-WordPress-Theme („Astra") mit dessen Werkseinstellungen, kombiniert mit einem separat erstellten Logo. Das Design ist funktional, nicht strategisch gestaltet.
Logoverständnis
belegt Analyse der beiden auf der Website eingebundenen Logodateien (Header-Logo und Favicon/Cropped-Version):
- Wortmarke: „Fliesen Witte" in sehr fetter, kondensierter, serifenloser Display-Schrift (blockig, kraftvoll, handwerklich-wuchtig statt elegant-zurückhaltend) – als Bilddatei eingebunden, kein Web-Font.
- Piktogramm: Zwischen den beiden Wortteilen stehen drei kleine, umrandete Quadrate/Rechtecke in einer Reihe – ein wörtliches Fliesenmotiv (einzelne Fliesen mit Fugen). Das ist eine seltene positive Eigenschaft: Das Icon ist kein austauschbares Generik-Symbol, sondern zeigt exakt das Produkt.
- Farbvarianten: Eine reine Weiß-Version für dunkle Untergründe (Header) und eine Volltonfarben-Version in Blau für helle Untergründe (Favicon).
Interpretation Die Formensprache (fett, blockig, kantig) transportiert Robustheit und Bodenständigkeit – passend zum Handwerksbild, aber ohne jede Verspieltheit oder Wärme. Das steht leicht im Spannungsverhältnis zur im Narrativ (Schritt 4) beschriebenen persönlichen Beratungsqualität, die eher Nähe als Robustheit signalisieren müsste.
Farbwelt (mit Hex-Werten, real extrahiert)
Befund: drei nicht kalibrierte Blautöne. Logo (#004f9f), Theme-Primärfarbe (#046bd2) und Theme-Headerfläche (#045cb4) sind drei unterschiedliche, nicht aufeinander abgestimmte Blauwerte, die auf derselben Seite gleichzeitig sichtbar sind. Das Theme wurde offensichtlich nie auf den tatsächlichen Logo-Blauton kalibriert. Für ein CI-Fundament ist das ein konkreter, sofort behebbarer Definitionsfehler – und passt in das aus dem Dossier (Schritt 1) bekannte Muster „handwerklich sorgfältig, digital nachlässig".
Annahme Die im Seiten-Quelltext zusätzlich vorhandenen Farben (u. a. #ff6900, #fcb900, #cf2e2e) sind Standard-Farbpalette-Klassen des WordPress-Editors (Gutenberg-Vorgabepalette) und werden nirgends sichtbar verwendet – sie sind kein Bestandteil der tatsächlichen Markenfarbwelt und wurden hier bewusst nicht aufgenommen.
Typografie
belegt Fließtext und Überschriften nutzen ausschließlich den System-Schriftstapel des Astra-Themes: -apple-system, BlinkMacSystemFont, "Segoe UI", Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, "Helvetica Neue", sans-serif. Es ist kein eigener Web-Font (z. B. Google Fonts) eingebunden.
Widerspruch, festgestellt Die Datenschutzerklärung der Seite (siehe Dossier, Abschnitt 7) nennt den Einsatz von „Google Web Fonts" ausdrücklich als Datenverarbeitungsvorgang. Tatsächlich wird technisch keiner geladen. Das ist entweder ein veraltetes Textbaustein-Relikt aus einer früheren Website-Version oder ein Datenschutzhinweis, der nicht der Realität entspricht – so oder so eine weitere kleine Inkonsistenz im digitalen Auftritt.
Interpretation Für ein CI-Fundament bedeutet das: Es gibt aktuell keine bewusste Typografie-Entscheidung, sondern eine technische Voreinstellung. Die einzige gestalterisch bewusste Schriftentscheidung ist die fette Display-Schrift im Logo selbst.
Formensprache
belegt Buttons und Eingabefelder nutzen einen Radius von 4px (leicht abgerundete, überwiegend rechtwinklige Formen), keine Kreise, keine stark organischen Formen. Das Logo-Piktogramm besteht aus rechtwinkligen Quadraten/Rechtecken.
Interpretation Konsequente Formensprache: gerade Linien, klare Kanten, moderate Abrundung. Passt zum Fliesenmotiv (Fliesen sind selbst rechtwinklig) und lässt sich als bewusstes, wenn auch nicht dokumentiertes Gestaltungsprinzip weiterführen.
Bildsprache
belegt Aus den auf der Startseite eingebundenen Bilddateinamen (Dossier, Schritt 1) ist erkennbar: eigene, unternehmensspezifische Fotografie (Collagentisch, Beratungssituation, Team, Baustellenservice), keine erkennbaren Stockfotos.
Interpretation Das ist ein ungenutztes Kapital: authentische Fotografie ist für Vertrauensbildung bei der im Avatar (Schritt 5) beschriebenen Zielgruppe deutlich wirksamer als gekaufte Stockbilder – wird aber aktuell nicht als eigenständiges Gestaltungsmittel (z. B. Referenzgalerie) eingesetzt.
Layout
belegt Klassisches Theme-Standardlayout: weißer Content-Bereich, blaue Headerleiste, einspaltiger Aufbau, keine benutzerdefinierten Layoutkomponenten. Die gesamte Website umfasst laut Dossier (Schritt 1) nur drei Seiten.
Icons
Annahme Über das Fliesen-Piktogramm im Logo hinaus ist kein eigenständiges Icon-System erkennbar oder dokumentiert. Für ein zukünftiges CI-Fundament böte sich an, das Fliesenmotiv aus dem Logo als durchgängiges Icon-Grundelement (z. B. für Leistungsübersichten) weiterzuentwickeln, da es bereits vorhanden und inhaltlich stimmig ist.
Skalierbarkeit
Interpretation Die Wortmarke ist als reines Rasterbild (PNG) eingebunden, nicht als Vektorgrafik (SVG). Das schränkt verlustfreie Skalierbarkeit auf großformatigen Medien (Fahrzeugbeschriftung, Baustellenschild, Großdruck) ein. Für ein belastbares CI-Fundament wäre eine Vektorisierung des bestehenden Logos ein naheliegender erster technischer Schritt, bevor irgendein neues Designsystem entsteht.
Accessibility
belegt Kontrastprüfung nach WCAG 2.1 auf Basis der real extrahierten Farbwerte:
| Kombination | Kontrastverhältnis | WCAG AA (Normaltext, ≥4.5:1) |
|---|---|---|
| Weiß auf Header-Blau (#045cb4) | 6,57 : 1 | Erfüllt |
| Logo-Blau (#004f9f) auf Weiß | 8,02 : 1 | Erfüllt |
| Überschriften-Slate (#334155) auf Weiß | 10,35 : 1 | Erfüllt |
| Theme-Primärblau (#046bd2) auf Weiß (Linktext) | 5,20 : 1 | Erfüllt |
| Logo-Blau (#004f9f) direkt auf Header-Blau (#045cb4) | 1,22 : 1 | Nicht erfüllt – diese Kombination existiert aktuell nicht auf der Seite und darf in keinem künftigen Design entstehen |
Interpretation Die aktuell tatsächlich verwendeten Farbkombinationen sind kontrasttechnisch unproblematisch. Die einzige erkennbare Accessibility-Grenze: Sollten künftig die beiden Blautöne direkt kombiniert werden (z. B. blaues Logo auf blauem Untergrund für ein „monochromes" Design), entsteht ein harter WCAG-Verstoß. Diese Grenze sollte in jedem operativen Folgeschritt explizit beachtet werden.
Corporate Communications
Leitbild
Absicht „Wir sagen, was wir tun, und tun, was wir sagen – vor Ort, mit Namen, nicht anonym." Leitet sich aus der Personenmarken-Identität (Narrativ, Schritt 4) und dem Kontrollbedürfnis der Zielgruppe (Avatar, Schritt 5) ab.
Kernbotschaften
- Meisterbetrieb mit nachgewiesener Ausbildungsqualität (Kammerwettbewerb 2025) – die einzige extern validierte Botschaft.
- Persönlicher Ansprechpartner statt anonymer Organisation.
- Komplettleistung aus einer Hand: Verlegung, Naturstein, Beratung, Material.
- Regionale Verwurzelung im Sauerland seit über zwei Jahrzehnten.
Storytelling
Interpretation Die stärkste verfügbare Geschichte ist bislang ungenutzt: ein selbst ausgebildeter Fliesenleger wird 2025 Kammerzweiter. Das ist eine klassische, glaubwürdige „Meister-bildet-Meister"-Erzählung – konkret, überprüfbar, ohne Übertreibung erzählbar.
Slogans für Baustellenbanner
Interpretation Gemeinsam mit Dirk Hermanns erarbeitetes Ergebnis eines mehrstufigen Iterationsprozesses (Ausgangsidee: „Fliesen sind das neue Parkett"). Kriterium war ein Gedankensprung, der ohne Umweg funktioniert – keine Konstruktion, die erst über eine Redewendung („Fuge"/„sich fügen") oder reine Trendsprache erschlossen werden muss.
Empfohlen
„Pflegeleicht. Langlebig. Bodenständig. Genau wie wir."
Überträgt drei physische Fliesen-Eigenschaften auf den Betrieb selbst; die Pointe liegt im Kippmoment „genau wie wir". „Bodenständig" ist kein beliebiges drittes Adjektiv, sondern eine direkte Doppelbedeutung: wörtlich (auf dem Boden befindlich, wie die Fliese) und charakterlich – deckungsgleich mit der in diesem Dokument festgelegten Markenpersönlichkeit (Teil 1, „Schöpfer/Fürsorger", bodenständig, ohne Selbstinszenierung). Kurze Einzelsätze mit Punkt statt Kommaaufzählung lesen sich auf einem Banner im Vorbeifahren schneller.
Varianten für den dritten Begriff: „…zeitlos…" (Bezug auf Marktkontinuität seit ≥2002) oder „…vielseitig…" (Bezug auf Leistungsbreite: Verlegung, Naturstein, Beratung, Verkauf).
Engere Auswahl (tragfähig, nicht final gewählt)
- „Klare Kante. Feste Fuge." – Kante doppeldeutig (Bauteil + Haltung), Fuge hier wörtlich verwendet, kein Idiom-Sprung.
- „Jede Fuge sitzt. Jedes Wort auch." – Fuge wörtlich, verknüpft Präzision mit dem Markenversprechen.
- „Manche versprechen die Welt. Wir verlegen Ihren Boden." – Kontrast Großspurigkeit vs. Handwerk.
- „Von Pompeji bis Bad Fredeburg: gute Mosaike halten." – historischer Sprung mit echtem Wahrheitskern, lokaler Anker.
- „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Ihr Bad schon eher." – Sprichwort-Verdrehung mit Selbstironie.
- „Ein Boden, auf den man gerne einlädt." – Stolz-Motiv statt Vertrauens-Rahmen.
Zurückgestellt / verworfen, mit Begründung
- „Fliesen sind das neue Parkett" (Ausgangsidee) – strukturell clever, aber Trend-Sprache passt eher zu Social Media/jüngerer Zweitzielgruppe als zum Baustellenbanner vor Ort. Abgeschwächte Varianten mit Sorgenfrei-Pointe („…nur ohne die Angst vor Kratzern.") bleiben als Social-Media-Option vorgemerkt (siehe Marketingstrategie, Abschnitt 5 zu bewusst nicht empfohlenen Kanälen – dort müsste diese Einschätzung bei Bedarf ergänzt werden).
- „Hier fügt sich alles." – verlangt einen etymologischen Sprung von „Fuge" zu „sich fügen" (Redewendung); für einen Blick im Vorbeifahren zu indirekt.
- „Eine Fliese. Ein Meister. Ein Wort." / „Maß nehmen. Fuge ziehen. Wort halten." u. ä. – zu stark auf „Versprechen halten" verengt, nach Rückmeldung des Auftraggebers bewusst nicht weiterverfolgt.
- Generische Taglines der ersten Runde („Fliesen Witte. Ihr Meister vor Ort.", „Handwerk, dem Sie vertrauen können." u. a.) – als zu unkreativ/beliebig eingestuft, durch die obige Auswahl ersetzt.
Do's / Don'ts
Do's
- Konkrete, überprüfbare Aussagen (Ausbildungserfolg, Jahre am Markt)
- Echte Projektfotos statt Stockbilder
- Kurze, klare Sätze, telefonnahe Sprache
- Persönliche Ansprache durch den Inhaber
Don'ts
- Keine Superlative ohne Beleg
- Keine anonyme Unternehmenssprache/„Wir als Marktführer…"
- Keine Vermischung mit der unabhängigen Fliesen Witte GmbH (Essen)
- Keine Kommunikation, solange Website-Sicherheitsproblem und Impressum ungeklärt sind (siehe Dossier, Abschnitt 7)
Kanäle
belegt Aktuell genutzt: eigene Website (sehr reduziert), Telefon/Mobil/E-Mail, passive Drittportale (fliesenleger.net, toologo, StarOfService, Gelbe Seiten), eine Facebook-Seite mit unklarer Aktivität. Kein Instagram, kein Newsletter.
Ziele
- Sichtbarkeit des Ausbildungserfolgs herstellen
- Digitale Konsistenz herstellen (Adresse, Sicherheit, Kontaktdaten)
- Vertrauenssignale (Referenzen, echte Projektfotos) online verfügbar machen
Narrative Struktur
Interpretation Empfohlene Erzählreihenfolge für jede Kommunikationsmaßnahme: 1) Problem/Sorge des Kunden benennen (Angst vor Pfusch/unzuverlässigen Handwerkern, siehe Avatar), 2) Beleg für Vertrauenswürdigkeit liefern (Meistertitel, Ausbildungserfolg), 3) konkretes, persönliches Vorgehen beschreiben, 4) direkten, niedrigschwelligen Kontaktweg anbieten.
Medien / Social
Annahme Angesichts geringer Digitalaffinität der Kernzielgruppe (Avatar, Schritt 5) ist eine aufwändige Social-Media-Strategie vermutlich nicht der wirksamste Hebel. Sinnvoller erscheint die Konsolidierung der bestehenden Website (Sicherheit, Referenzen) vor jeder Kanal-Erweiterung – passend zur in Schritt 6 (Szenarien) empfohlenen Reihenfolge der No-Regret-Maßnahmen.
Corporate Behavior
Grundsätze
- Zusagen (Termine, Preise) werden eingehalten oder aktiv kommuniziert, wenn sie sich ändern.
- Sichtbare Verantwortung: eine erkennbare Person steht für jede Zusage ein.
Handlungsprinzipien
- Transparenz vor Beauftragung (Materialqualität, Zeitrahmen, Kostenstruktur)
- Erreichbarkeit als Vertrauensfaktor, nicht als Kür
Führung / Mitarbeiter
Interpretation Bei einer Personenmarke ohne dokumentierte Führungsstruktur (Narrativ, Schritt 4) liegt Führungsverantwortung faktisch vollständig beim Inhaber. Die nachgewiesene Ausbildungsqualität deutet auf gelebte fachliche Anleitung hin, unabhängig davon, ob dies formal als „Führungsprinzip" dokumentiert ist.
Umgang mit Kunden, Partnern, Kritik
Annahme Direkter, persönlicher Umgang ist strukturell vorgegeben (kein Callcenter, kein Vertriebsteam). Ein systematischer Umgang mit Kritik (Bewertungsmanagement, Beschwerdeprozess) ist öffentlich nicht dokumentiert und sollte im Zuge der Digitalisierung mitgedacht werden.
Servicementalität
belegt „Beratung rund um die Fliese" ist explizit als eigene Leistung ausgewiesen – Service wird nicht als Kür, sondern als Kernbestandteil verstanden.
Kultur
Interpretation Bodenständige, unaufgeregte Arbeitskultur ohne Selbstinszenierung; Ausbildung als gelebter, nicht nur behaupteter Wert.
Verantwortung
belegt Gesellschaftliche Verantwortung zeigt sich konkret in der aktiven, erfolgreichen Ausbildungstätigkeit in einem Mangelberuf (siehe Narrativ, Schritt 4, Abschnitt 8). Über Umwelt- oder Sozialstandards hinausgehende Aussagen liegen nicht vor.
Rückfragen (echte Forks)
- Welcher der drei real gemessenen Blautöne (#004f9f, #046bd2, #045cb4) soll künftig als verbindliche Markenfarbe gelten? Diese Entscheidung kann nicht aus dem bestehenden Material abgeleitet werden.
- Soll das vorhandene Logo vektorisiert und ggf. behutsam überarbeitet werden, oder soll es unverändert als bestehendes Vertrauenszeichen erhalten bleiben?
- Soll die Markenpersönlichkeit stärker Richtung „Fürsorger" (wärmer, nahbarer) oder Richtung „Schöpfer" (kraftvoller, expertenorientiert) ausgerichtet werden – beide sind aus dem Material ableitbar, aber nicht gleichzeitig maximierbar?
- Ist dieses CI-Fundament als Grundlage für Fliesen Witte allein gedacht, oder soll es – analog zur BMC-Zielsetzung „Basis für die Dachmarke" (Schritt 2) – bereits auf eine gemeinsame Dachmarken-Identität hin ausgerichtet werden?