Canvas im Überblick
Grün = belegt · Ocker = Interpretation aus belegten Fakten · Rot = Hypothese ohne Quellendeckung, aus Ressourcen/Aktivitäten/Partnern abgeleitet.
8Schlüsselpartner
- Handwerkskammer Südwestfalen belegt
- Bad Fredeburg g.u.t. Gewerbe & Touristik e.V. belegt
- Fliesen-/Naturstein-Lieferanten Hypothese
- Störmann Haustechnik (gleiche Adresse) Hypothese
7Schlüsselaktivitäten
- Fliesenverlegung belegt
- Naturstein-Arbeiten belegt
- Beratung belegt
- Materialeinkauf/-verkauf belegt
- Ausbildung belegt
- Akquise/Kalkulation Hypothese
2Wertangebote
- Fliesen- & Naturstein-Komplettleistung aus einer Hand belegt
- Meisterqualität, geprüft (Kammerwettbewerb 2025) belegt
- Persönliche Beratung durch Inhaber belegt
- Lange Marktpräsenz seit ≥2002 belegt
- Lokale Verfügbarkeit/Nähe Interpretation
4Kundenbeziehungen
- Persönliche Vor-Ort-Beratung belegt
- Direktkontakt zum Inhaber belegt
- Projektbezogene Einzelbeziehung Hypothese
- Keine digitale Kundenbindung Interpretation
1Kundensegmente
- Private Bauherren/Renovierer (Bad, Wohnraum) Hypothese
- Region Schmallenberg/Bad Fredeburg, Sauerland Interpretation
- Lokale Beherbergungs-/Gastrobetriebe Hypothese
- Kein erkennbares Objekt-/B2B-Geschäft belegt
6Schlüsselressourcen
- Meistertitel Jörg Witte Interpretation
- Fachpersonal + 1 Azubi belegt
- Werkzeug/Maschinen Hypothese
- Betriebsstätte Wehrscheid belegt
- Reputation seit ≥2002 belegt
3Kanäle
- Website (dünn, ohne CTA) belegt
- Telefon/Fax/Mobil/E-Mail belegt
- Drittportale (fliesenleger.net u. a.) belegt
- Mundpropaganda/Empfehlung Hypothese
- Facebook (Aktivität unklar) belegt
9Kostenstruktur (Hypothese, kostengetrieben)
- Personal (Löhne, Ausbildungsvergütung)
- Materialeinkauf, auftragsbezogen
- Fahrzeug/Baustellenlogistik
- Werkzeug/Maschinen, Instandhaltung
- Kammerbeiträge, Versicherungen, IT/Hosting
5Einnahmequellen (Hypothese)
- Werkleistung Fliesen-/Natursteinverlegung, projektbasiert
- Materialverkauf mit Handelsmarge
- Beratung vermutlich unentgeltlich als Akquiseinstrument
1Kundensegmente
Hypothese Aus dem Leistungsangebot (Fliesenlege- und Natursteinarbeiten, Beratung, Verkauf) und dem Fehlen jeglicher Objekt-/Gewerbekunden-Kommunikation lässt sich als Hauptsegment ableiten: private Bauherren und Renovierer im Umfeld von Bad-, Küchen- und Wohnraumsanierung sowie Neubau, mit Wohnsitz im Einzugsgebiet Schmallenberg/Hochsauerlandkreis.
Interpretation Die Mitgliedschaft im Gewerbeverein „Bad Fredeburg g.u.t. Gewerbe und Touristik e.V." legt ein Sekundärsegment aus lokalen Tourismus- und Gastgewerbebetrieben nahe (Hotels, Pensionen, Gastronomie im Kurort Bad Fredeburg), die für Sanierungs- oder Neubauprojekte Fliesenarbeiten benötigen.
Belegt Kein Hinweis auf systematisches Objektgeschäft mit Wohnungsbaugesellschaften oder öffentlichen Trägern – anders als beim namensähnlichen, nicht verbundenen Unternehmen Fliesen Witte GmbH in Essen, das solche Kunden explizit nennt. Dieses Segment ist für das Sauerland-Unternehmen nicht belegt und wird nicht unterstellt.
2Wertangebote
- belegt Komplettleistung „aus einer Hand": Fliesenlegearbeiten, Naturstein-Arbeiten, Beratung und Fliesen-Verkauf werden als ein zusammenhängendes Leistungsbündel angeboten, ohne dass der Kunde weitere Gewerke koordinieren muss.
- belegt Nachweisbare fachliche Qualität: Ausbildungserfolg 2025 (Kammerzweiter Handwerkskammer Südwestfalen) ist ein extern validierter Qualitätsbeleg – wird aber aktuell nicht als Verkaufsargument genutzt (siehe Dossier, Abschnitt 14).
- belegt Meisterbetrieb-Status als traditionelles Vertrauenssignal im deutschen Handwerk.
- Interpretation Persönlicher, inhabergeführter Service: Mobilnummer des Inhabers auf der Startseite deutet auf niedrigschwelligen Direktzugang statt anonymer Callcenter-Struktur hin – typisch für Kleinstbetriebe, aber hier explizit als Kontaktweg kommuniziert.
- belegt Langjährige Kontinuität: Web-Präsenz seit mindestens 2002 nachweisbar, spricht für Marktbeständigkeit.
3Kanäle
- belegt Eigene Website (fliesen-witte.de) – funktional aber inhaltlich sehr reduziert (3 Seiten, keine Handlungsaufforderung außer Telefonnummer).
- belegt Direktkanäle: Telefon, Fax, Mobiltelefon, E-Mail (zwei unterschiedliche Adressen in Umlauf, siehe Dossier Abschnitt 3).
- belegt Passive Auffindbarkeit über fremdgepflegte Branchenportale (fliesenleger.net, toologo.com, StarOfService, Gelbe Seiten) – Reichweite hängt vom Ranking dieser Drittplattformen ab, nicht von eigener SEO-Arbeit.
- belegt Facebook-Seite vorhanden, Aktivitätsgrad nicht verifizierbar; kein Instagram.
- Hypothese Mundpropaganda/Empfehlung im lokalen Umfeld dürfte angesichts der schwachen digitalen Präsenz der faktisch wichtigste Akquisekanal sein – dafür gibt es keine direkte Quelle, aber es ist der einzig plausible Erklärungsmechanismus für ein seit über 20 Jahren bestehendes Geschäft ohne aktives Marketing.
4Kundenbeziehungen
- belegt „Beratung rund um die Fliese" ist explizit als eigenständige Leistung ausgewiesen – persönliche, beratungsintensive Kundenbeziehung vor Auftragserteilung.
- Interpretation Direktzugang zum Inhaber (Mobilnummer) statt Vertriebsteam spricht für eine unmittelbare, wenig formalisierte Beziehungsebene, wie sie in Ein-Personen-/Kleinstbetrieben üblich ist.
- Hypothese Die Beziehung dürfte transaktional-projektbezogen sein (ein Auftrag, ein Kontakt), nicht abonnement- oder servicevertragsbasiert – dafür fehlt jede Quelle, es folgt aber zwingend aus der Art der Leistung (einmalige Bau-/Sanierungsmaßnahme statt wiederkehrender Service).
- Interpretation Keine erkennbaren Instrumente zur systematischen Kundenbindung (kein Newsletter, keine Bonus-/Empfehlungsprogramme, keine aktiv gepflegte Bewertungsseite) – Beziehungspflege scheint informell/lokal zu laufen statt digital gestützt.
5Einnahmequellen
Preise, Stundensätze, Umsatzanteile je Leistung und Zahlungsmodalitäten sind nicht öffentlich verfügbar. Die folgende Struktur ist eine (Hypothese), abgeleitet aus dem genannten Leistungsportfolio (Abschnitt 4 des Dossiers) und handwerksüblicher Praxis – keine belegte Aussage.
- Hypothese Hauptquelle: Werkleistung – Fliesenverlege- und Natursteinarbeiten, vermutlich nach Aufmaß/Pauschalangebot je Projekt abgerechnet.
- Hypothese Zweite Quelle: Materialverkauf – Handelsmarge auf verkaufte Fliesen/Naturstein, da „Fliesen-Verkauf" separat als Leistung genannt wird.
- Hypothese Beratungsleistung vermutlich unentgeltlich als Akquiseinstrument vor Auftragserteilung, nicht als eigenständige Einnahmequelle – handwerksübliche Praxis bei Erstberatungen.
- Hypothese Zahlungsabwicklung vermutlich klassisch per Rechnung/Abschlagszahlung nach Bautenstand; kein Hinweis auf Online-Zahlung, Abo- oder Leasingmodelle.
6Schlüsselressourcen
- Interpretation Personengebundene Qualifikation: Meisterbetrieb-Status setzt einen Meistertitel im Fliesenlegerhandwerk voraus – bei einem Einzelunternehmen ist dies zwangsläufig an die Person Jörg Witte gebunden und damit eine Kernressource mit Ausfallrisiko (siehe Dossier SWOT, Inhaberrisiko).
- belegt Fachpersonal: Teamfoto auf der Website sowie ein dokumentierter Auszubildender (Hannes Mette) belegen Personal über den Inhaber hinaus, konkrete Anzahl unbekannt.
- Hypothese Physische Ressourcen: Werkzeug- und Maschinenausstattung für Verlege- und Natursteinarbeiten sowie ein Fahrzeug/Transportmittel für den auf einem Bildmotiv erwähnten „Baustellenservice" – nicht im Detail beschrieben, aber für die Kernaktivität zwingend erforderlich.
- belegt Betriebsstätte im Gewerbegebiet Wehrscheid, Bad Fredeburg (genaue Hausnummer strittig, siehe Dossier Abschnitt 3).
- belegt Immaterielle Ressource: Marktreputation und Domainhistorie seit mindestens 2002.
7Schlüsselaktivitäten
- belegt Ausführung von Fliesenlegearbeiten und Naturstein-Arbeiten (handwerkliche Kernaktivität).
- belegt Kundenberatung zu Material- und Verlegefragen.
- belegt Einkauf und Verkauf von Fliesen (Handelsaktivität neben der reinen Werkleistung).
- belegt Ausbildung von Nachwuchskräften im Fliesenlegerhandwerk, mit nachgewiesenem Erfolg (Kammerwettbewerb 2025).
- Hypothese Akquise, Angebotskalkulation und Rechnungsstellung als notwendige administrative Begleitaktivität – nicht explizit belegt, aber für jeden Auftragsbetrieb zwingend.
8Schlüsselpartner
- belegt Handwerkskammer Südwestfalen: institutioneller Partner für Ausbildung, Qualifizierung und Wettbewerbsteilnahme.
- belegt Bad Fredeburg g.u.t. Gewerbe und Touristik e.V.: lokales Unternehmernetzwerk mit Zubringerfunktion (gemeinsame Gutscheinaktion laut Vereinsseite).
- Hypothese Fliesen- und Naturstein-Großhändler bzw. Hersteller als Lieferanten für die Verkaufsleistung – namentlich nicht bekannt, aber für das Geschäftsmodell zwingend erforderlich, da „Fliesen-Verkauf" ohne Einkaufsquelle nicht möglich ist.
- Hypothese Bemerkenswerte Beobachtung: Laut Gewerbeverzeichnis von Bad Fredeburg ist unter derselben Adresse „Wehrscheid 23A" auch die Störmann GmbH & Co. KG (Heizung & Sanitär) gelistet. Das kann auf einen gemeinsamen Gewerbehof, eine Bürogemeinschaft oder eine informelle Zuweisungspartnerschaft bei Badsanierungen hindeuten – eine tatsächliche Geschäftsbeziehung ist damit nicht belegt, nur die Adressüberschneidung. Sollte vor Ort verifiziert werden.
9Kostenstruktur
Keine Finanzkennzahlen öffentlich verfügbar (siehe Dossier Abschnitt 8). Die folgende Einordnung ist eine (Hypothese), systematisch aus Schlüsselressourcen und -aktivitäten abgeleitet.
- Hypothese Modelltyp: kostengetrieben (cost-driven), nicht wertgetrieben – typisch für handwerkliche Einzelunternehmen mit Wettbewerb über Preis/Verfügbarkeit statt über Premium-Positionierung.
- Hypothese Größter vermuteter Kostenblock: Personal (Löhne für Fachpersonal, Ausbildungsvergütung für Azubi).
- Hypothese Variable Kosten: Materialeinkauf (Fliesen, Naturstein, Verlegewerkstoffe), auftragsproportional.
- Hypothese Fixkosten: Werkzeug-/Maschinenpark, Fahrzeug für Baustellenservice, Betriebsstätte, Pflichtbeiträge zur Handwerkskammer, Versicherungen.
- belegt Geringe, aber nicht vernachlässigbare IT-Kosten: WordPress-Website mit Elementor Pro (kostenpflichtige Lizenz) – aktuell mit ungelöstem Sicherheitsproblem, siehe Dossier Abschnitt 7, das perspektivisch zusätzliche Bereinigungskosten verursacht.
·Offene Punkte (für Entscheidung durch Dirk Hermanns)
- Reale Preisstruktur und Stundensätze sind unbekannt – ohne diese Zahlen bleibt Block 5 (Einnahmequellen) und Block 9 (Kostenstruktur) reine Hypothese und für Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Dachmarke nicht belastbar.
- Tatsächliche Mitarbeiterzahl und Kapazität (Wochenstunden, parallele Baustellen) nicht bekannt – zentral für jede Skalierungsüberlegung im Dachmarken-Kontext.
- Ob die Adressüberschneidung mit Störmann Haustechnik (Wehrscheid 23A) eine echte Kooperation, einen gemeinsamen Gewerbehof oder Zufall darstellt, ist ungeklärt und sollte vor Ort verifiziert werden.
- Ob Materialverkauf ein eigenständiges, margenrelevantes Standbein ist oder nur Nebengeschäft zur Verlegeleistung, lässt sich ohne Umsatzaufteilung nicht beurteilen.
- Grundsatzfrage für die Dachmarke: Soll das faktische Alleinstellungsmerkmal „Ausbildungsqualität 2025" als verbindendes Markenelement über mehrere Betriebe der Kette hinweg genutzt werden?